Best Practice

In diesem Abschnitt werden einige Tipps rund um das Zeichnen und simulieren von Anlagen benannt.

In PLC-Lab können sowohl absolut adressierte Operanden in den Eigenschaften für Operanden innerhalb der Objekte angegeben werden, als auch die Symbole von Operanden, welche zuvor in der Symboltabelle definiert wurden.

Es wird empfohlen, einen Operanden vor seiner Verwendung in einer Objekt-Eigenschaft, in die Symboltabelle einzutragen und dort ein Symbol zu vergeben.

Dies hat mehrere Vorteile:

  • Durch die Vergabe eines verwendungsbezogenen Symbols, verbessert sich die Lesbarkeit bei der Verwendung des Operanden innerhalb einer Eigenschaft. So ist es beispielsweise eindeutig, wie ein Operand mit dem Symbol "LampeSteuerungEin" innerhalb der Anlage verwendet wird.
  • Ein Symbol kann per Drag-and-Drop direkt aus der Symboltabelle in die Eigenschaft eines Operanden eingefügt werden. Dabei wird auch die Bezeichnung des Device automatisch eingefügt.
  • Fügt man den Operanden mit Hilfe von Intellisense in die Eigenschaft eines Operanden ein, dann kann das Symbol direkt aus einer Liste selektiert werden. Ein absoluter Operand muss immer vollständig von Hand eingetippt werden.
  • Überschneidungen von Operandenbereichen werden in der Symboltabelle vermieden, beim Einfügen eines neuen Operanden wird automatisch immer die nächste freie Adresse eingefügt.
  • Innerhalb der Symboltabelle können gezielt einzelne Operanden einem anderen Device zugeordnet werden, sofern das Ziel-Device ebenfalls über diesen Operandenbereich verfügt.
  • Das Symbol eines Operanden kann zentral in der Symboltabelle verändert werden, dabei werden alle Verwendungsstellen des Symbols innerhalb der Objekte automatisch nachgeführt.
  • Wird die Operandenadresse eines Symbols verändert, dann wird die neue Adresse automatisch an allen Verwendungsstellen innerhalb der Objekte nachgeführt.

Wie man Symbole mit möglichst geringer Schreibarbeit in die Eigenschaften der Objekte einträgt, ist unter folgendem Link beschrieben: Verwendung von Symbolen in den Objekten

Wenn eine neue Anlage entwickelt wird und es sich dabei um eine etwas umfangreichere Anlage handelt, dann sollten zunächst Operanden des IM-Device für die Aktionen in der Anlage verwendet werden und nicht beispielsweise Ausgangs-Operanden einer SPS, welche nur über das SPS-Programm umschaltbar sind. Die Merker-Operanden des IM-Device können direkt über z.B. Schalter- oder Taster-Objekte beeinflusst und somit die Reaktion der virtuellen Anlage direkt ohne SPS-Programm getestet werden.

Ist das Verhalten der virtuellen Anlage so, wie man sich dies vorgestellt hat, dann können die IM-Operanden durch die entsprechenden Device-Operanden (SPS oder Grafcet) ersetzt werden.

Folgende Vorgehensweise wird dabei empfohlen:

  1. Anlegen der Symbole für die IM-Operanden, welche in der Entwicklungsphase der virtuellen Anlage die Ausgangs-Operanden ersetzen sollen. Diese sollten dabei in einem oberen Adressbereich (z.B. ab Byte-Adresse 1000) liegen, damit diese später nicht mit IM-Operanden verwechselt werden, die für die Funktion der virtuellen Anlage dauerhaft benötigt werden.
  2. Verwendung der Symbole innerhalb der Aktoren (z.B. Zylinder) der virtuellen Anlage.
  3. Beeinflussung der IM-Operanden über z.B. Schalter-Objekte, um die Reaktion der Aktoren in der virtuellen Anlage zu testen.
  4. Nach Fertigstellung der virtuellen Anlage werden die realen Ausgänge des Ziel-Device in der Symboltabelle angelegt und die für den Test verwendeten IM-Operanden in den Objekt-Eigenschaften durch diese ersetzt. Dabei kann auch der "Querverweis der verwendeten Operanden" zur Identifizierung der Objekte mit den IM-Operanden verwendet werden.

Wird ein Endschalter in einer Anlage platziert, dann hat es sich bewährt, den Endschalter-Operanden auch in der Eigenschaft "Operand umschalten Füllfarbe" anzugeben.

Dies hat den Vorteil, dass man bei der Simulation sofort erkennt, welchen Status der Endschalter-Operand momentan besitzt.

Bei der Verwendung von Zylindern und deren Endschaltern, sollte man zusätzlich zwei Lampen-Objekte platzieren, in denen die Endschalter-Operanden angegeben werden. Bei der Simulation ist somit sofort zu erkennen, ob der Zylinder sich in einer entsprechenden Endlage befindet und der jeweilige Endschalter betätigt ist.

Sind in einer Anlage analoge Sensoren oder Vorgabewerte verwendet worden, wie z.B. die Positionsdaten einer Verbindung für lineare Bewegung oder auch die Drehgeschwindigkeit bei Rotationen, dann ist es meist hilfreich, die Zahlenwerte der digitalen Operanden in einem Text-Label anzeigen zu lassen.

Wie man dabei vorgeht ist unter folgendem Link beschrieben. Wert eines Operanden in einem Text-Label anzeigen