Die Symboliktabelle

In der Symboliktabelle können die im Anlagenprojekt verwendeten Operanden mit aussagekräftigen Namen versehen werden. Normalerweise sollte die Festlegung der Symbole und deren Zuordnung zu den Operanden des jeweiligen Devices, der erste Schritt beim Beginn eines Anlagenprojekts sein. Dabei sollten sinnvolle und aussagekräftige Bezeichnungen verwendet werden. Auch wenn die Symbole als Folge davon etwas länger ausfallen. Denn die Symbole muss man normalerweise bei deren Verwendung innerhalb der Objekt-Eigenschaften nicht nochmals von Hand eintippen. Diese können per Drag-and-Drop oder über Intellisense und somit ohne Schreibarbeit eingefügt werden.

Wie dabei vorzugehen ist, wird in diesem Abschnitt gezeigt.

Ein Symboleintrag besteht aus 5 Teilen. Diese werden im weiteren Verlauf näher erläutert.

Das Device dem der Operand zugehörig ist, für welchen der Symbolname festgelegt wird. Das Device kann verändert werden, sofern das neue Device über den gleichen Operanden verfügt. Des Weiteren darf im neuen Device diesem Operanden noch kein Symbol zugeordnet sein. Dabei kann das Umverdrahten auf ein anderes Device von Hand erfolgen oder aber über die Funktion "Umverdrahten von Operanden auf ein anderes Device".

In der Liste der Devices sind alle im Projekt vorhandenen Devices selektierbar. Neue Devices können mit Hilfe der Funktion "Ein neues Device erzeugen" dem Projekt hinzugefügt werden.

Hier werden die in PLC-Lab verfügbaren Devices beschrieben.

Hierbei handelt es sich um die Symbolbezeichnung für den Operanden. Diese sollte möglichst aussagekräftig sein. Es sind die Zeichen a-z, A-Z, _ und 0-9 erlaubt. Die max. Anzahl an Zeichen beträgt 24. Das Symbol muss mit einem Buchstaben beginnen.

Wurde ein Symbol für einen Operanden festgelegt, dann kann in den Eigenschaften der Objekte dieses Symbol anstatt des Operanden angegeben werden. Symbole müssen innerhalb eines Devices eindeutig sein, dies bedeutet, ein in einem Device bereits verwendetes Symbol, kann nicht nochmals verwendet werden. Dabei ist zu beachten, dass Groß- und Kleinschreibung nicht unterschieden wird.

Der Operand für den das Symbol festgelegt ist. Das eingestellte Device bestimmt dabei die verfügbaren Operanden.

Hier können die Operanden der jeweiligen Device-Typen nachgelesen werden.

Wurde ein Operand angegeben, dann wird die Liste der für diesen Operanden verfügbaren Datentypen aufgebaut. Es kann dann der gewünschte Datentyp selektiert werden. Der Datentyp, insbesondere von digitalen Operanden (Byte-, Wort- oder Doppelwortoperanden), hängt von deren Verwendung in der virtuellen Anlage ab. Wird ein Wort-Operand z.B. bipolar benötigt, dann ist "Int16" als Datentyp einzustellen und nicht "UInt16". Diese Einstellung ist insbesondere dann wichtig, wenn man bedenkt, dass PLC-Lab unter Umständen Werte aus Anlagensensoren, auf den Wertebereich des eingestellten Datentyps skaliert.

Bei der Arbeit mit analogen Werten im S7-Umfeld, sollte in diesem Fall der Datentyp "S7Analog" verwendet werden. Denn dieser hat den Wertebereich -27648 bis +27648, was dem analogen Bereich einer S7 von Siemens entspricht.

Hier kann ein Kommentar für das Symbol angegeben werden. Die Länge ist dabei nicht begrenzt.

Im folgenden Bild ist eine Symboliktabelle zu sehen.

Anbei die Beschreibung der einzelnen Bedienelemente.

Hier kann ein Filter für die Elemente in der Tabelle angegeben werden. Es werden dann nur Elemente angezeigt, bei denen der Filter im Devicenamen, Symbol oder in der Operandenbezeichnung gefunden wurde. Im Beispiel wurde "Zyl" als Filter angegeben. Als Folge werden nur Symbole mit diesem Bestandteil im Symbol angezeigt.

Bei Betätigung wird unterhalb der momentan selektierten Zeile in der Tabelle ein neues Symbol eingefügt. Dabei wird das in (6) eingestellte Device verwendet. Als Operand wird der Operand in der momentan selektierten Zeile verwendet mit einer um eins erhöhten Adresse. Dies bedeutet, dass bei einem Bit-Operanden die Bit-Adresse um eins erhöht wird, bei Byte-Operanden die Byte-Adresse. Bei Wort- und Doppelwort-Operanden wird die nächste Wort- bzw. Doppelwort-Adresse eingestellt. Sofern dieser Operand noch nicht vorhanden ist. Ist die ermittelte Adresse schon vorhanden dann wird die Adresse so lange erhöht, bis ein freier Operand gefunden wurde.

Entspricht das eingestellte Device nicht dem Device der aktiven Zeile, dann wird die Standard-Operanden-Art des aktiven Devices mit der niedrgsten noch nicht verwendeten Adresse verwendet.

Die Operanden können in der deutschen oder englischen Syntax eingegeben werden. Die erste aktive Eingabe eines Operanden stellt die Syntaxsprache ein. Dies bedeutet, wird beispielsweise der Operand "I0.0" aktiv in "E0.0" geändert, dann wird fortan die deutsche Syntax verwendet.

Die selektierten Zeilen in der Tabelle werden gelöscht.

Die selektierten Zeilen in der Tabelle werden in ihrer Position nach oben oder unten verschoben.

Die Symbole werden Anhand ihrer Operanden und deren Adressen aufsteigend sortiert. Die Sortierung erfolgt dabei immer innerhalb des jeweiligen Devices. Dieser Vorgang kann nicht rückgängig gmacht werden.

In dieser Liste befinden sich alle in diesem Projekt vorhandenen Devices. Dem selektierten Device werden die in der Tabelle eingefügten Symbole und Operanden zugeordnet. Die Device-Operationen rechts neben der Liste beziehen sich ebenfalls auf das selektierte Device, mit Ausnahme des Umverdrahtens.

Bietet das momentan aktive Device diverse Einstellungsmöglichkeiten, so kann der entsprechende Dialog über diese Schaltfläche aufgerufen werden.

Bewegt man die Maus über diese Fläche, dann erscheint ein Tool-Tipp mit Informationen zu dem aktiven Device. Dazu gehört eine Kurzbeschreibung und die im Device vorhandenen Operanden.

Über diese Schaltfläche kann ein neues Device erzeugt werden, sofern die Editon von PLC-Lab dies unterstützt. Der erscheinende Dialog ist nachfolgend zu sehen:

Auf diesem kann zunächst der Device-Typ selektiert werden. Hierbei stehen je nach Edition unterschiedliche Typen zur Auswahl.

Hier werden die in PLC-Lab verfügbaren Devices beschrieben.

Hat man den Typ selektiert und eine Bezeichnung eingegeben, dann kann der Dialog über OK bestätigt werden.

Daraufhin wird ein Dialog sichtbar, dessen Aussehen vom selektierten Device-Typ abhängig ist. Anbei die Links auf die Beschreibung der dabei einzustellenden Parameter:

Nach Bestätigung des Konfigurationsdialogs ist der Name des neuen Devices in der Liste eingefügt und auch als aktives Device vorselektiert worden.

Hinweis: Simulations-Devices können nicht erzeugt werden. Diese Devices sind je nach Edition von PLC-Lab standardmäßig im Projekt vorhanden.

Bei Betätigung wird das momentan aktive Device mit allen vorhandenen Symbolen gelöscht. Es erfolgt zunächst eine Abfrage. Wird diese bestätigt, dann wird der Vorgang ausgeführt. Dieser kann nicht rückgängig gemacht werden.

Hinweis: Die Simulations-Devices (Sim, PLCSim, PLCSim300) und der intern Memory (IM) können nicht gelöscht werden.

Eingangs wurde erwähnt, dass definierte Symbole bei deren Verwendung nicht mehr von Hand eingetippt werden müssen. Dies soll nachfolgend gezeigt werden.

Beispiel 1: Symbol in Eigenschaft eintragen mit Hilfe von Intellisense

In der Symboliktabelle wurde das Symbol "TasterStEin" für den E0.0 des Devices "PLCSim" festgelegt.

Dieses Symbol soll nun in einem als Taster konfigurierten Schalter-Objekt verwendet werden. Dazu wird das Schalter-Objekt platziert und in der Eigenschaft "Operand" das Device, gefolgt von einem Punkt angegeben. Anschließend betätigt man die Tastenkombination [STRG] + [Leerzeichen]. Als Folge erscheint eine Liste mit den Symbolen des Devices. Durch Angabe des ersten Buchstabens, kann die Liste reduziert werden. Aus der Liste wird nun das gewünschte Symbol selektiert und in die Eigenschaft übernommen.

Nachfolgend sind diese Schritte vorgeführt:

Beispiel 2: Symbol per Drag-and-Drop in Eigenschaft eintragen

Eine weitere Möglichkeit, das Symbol in eine Eigenschaft einzutragen ist per Drag-and-Drop. Ausgangspunkt ist dabei die Spalte rechts vom Kommentar innerhalb der Symboliktabelle. Ziel ist der beschreibende Text der Eigenschaft.

Hat man ein Anlagenprojekt für ein bestimmtes Device, z.B. eine S7-300 erstellt und möchte dieses nun für eine S7-1500 verwenden, dann geht man wie folgt vor:

  1. Speichern des Anlagenprojekts unter einem anderen Namen. Dies ist nur notwendig, wenn die bisherige Anlage weiterhin mit dem alten Device verwendet werden soll.
  2. Ausführen der Funktion "Umverdrahten von Operanden auf ein anderes Device" in der Symboliktabelle.
  3. Es erscheint ein Dialog. In der oberen Liste "Die Operanden des Device:" das bisherige Device und in der unteren List "werden umverdrahtet auf Device" das neue Device selektieren.
  4. Über OK das Umverdrahten ausführen.

Nach dieser Aktion sind alle Operanden des alten Devices auf das neue Device umverdrahtet worden, sofern dies möglich war. Sollte auch nur ein Operand im neuen Device nicht vorhanden sein, dann wird die Aktion nicht ausgeführt und ein entsprechender Fehler ausgegeben. Die Aktion kann rückgängig gemacht werden, indem man die Aktion nochmals ausführt und die beiden Devices vertauscht angibt.

Hinweis: Das Umverdrahten wird nicht nur bei den Operanden innerhalb der Symboliktabelle durchgeführt, sondern auch bei den absolut adressierten Operanden der Objekte.

Möchte man gezielt einzelne Symbole in der Symboliktabelle auf ein anderes Device umverdrahten, dann geht man wie folgt vor:

  1. Selektion der Zeilen in der Symboliktabelle, welche auf ein anderes Device umverdrahtet werden sollen.
  2. Auswahl des neuen Devices bei einem der selektierten Symbole.

Das Umverdrahten erfolgt nur, wenn alle selektierten Symbole (bzw. deren Operanden) auf das neue Device umverdrahtet werden können. Anderenfalls erscheint eine Fehlermeldung. Das Umverdrahten wird nur mit den selektierten Symbolen bzw. deren Operanden vorgenommen. Andere Symbole bzw. Operanden des Devices bleiben davon unberührt.

Beispiel

Im folgenden Beispiel sollen die selektierten Symbole vom Device "PLCSim" auf das Device "PLCSim300" umverdrahtet werden.

Möchte man nur bestimmte Symbole auf ein anderes Device umverdrahten, dann kann dies manuell in der Symbolikdatei erledigt werden.

Sollen alle Operanden und Symbole eines Devices auf ein anderes Device umverdrahtet werden, dann ist die Funktion "Operanden auf ein anderes Device umverdrahten" zu verwenden. Bei dieser werden auch die nicht in der Symbolikdatei vorhandenen Operanden, welche absolut in den Eigenschaften der Objekte angegeben sind, in das Umverdrahten mit einbezogen.